Nach dem Schuss beginnt die Arbeit

Nach dem Schuss beginnt die Arbeit

Ein sauberer Schuss ist der entscheidende Moment der Jagd – doch für eine verantwortungsvolle Wildbretgewinnung ist er erst der Anfang.  Jetzt kommt es auf einen zügigen und hygienischen Ablauf an: vom Bergen und Transportieren über das Aufbrechen und Ausspülen bis zum vollständigen Auskühlen und Reifen im Wildkühlschrank. Das richtige Vorgehen entscheidet darüber, ob wir am Ende ein hochwertiges Spitzenprodukt in den Händen halten.

Sicher bergen und sauber transportieren

Auch beim Transport steht der Schutz des Wildbrets im Vordergrund. Eine saubere Wildwanne oder eine geeignete Transportlösung verhindert, dass das Stück verunreinigt wird. Besonders bei höheren Außentemperaturen zählt jede Minute: Das Stück sollte ohne unnötige Verzögerung zum Aufbrechplatz oder in die Wildkammer gelangen.

Aufbrechen: zügig, kontrolliert und sicher

Beim Aufbrechen werden die inneren Organe entnommen, damit die im Körper gespeicherte Wärme möglichst schnell entweichen kann. Entscheidend sind saubere Hände, scharfe Messer und ein kontrollierter Schnitt. Magen, Darm und Harnblase dürfen möglichst nicht verletzt werden, da ihr Inhalt das Wildbret verunreinigen kann.

Hängend lässt sich das Stück häufig ergonomischer und sauberer versorgen als am Boden. Schweiß gelangt so nicht an die edlen Teile des Wildes. Für leichteres Wild bietet der Wildsystem Frischling eine kompakte Möglichkeit, das Stück anzuheben und in eine günstige Arbeitsposition zu bringen. 

Der Wildspreizer schafft Platz und Luft

Nach dem Aufbrechen sollte die Körperhöhle geöffnet bleiben. Hier kommt der Wildsystem Wildspreizer zum Einsatz: Er hält den Brustkorb zuverlässig auseinander, erleichtert die Sichtkontrolle und schafft freien Zugang für die Reinigung.

Gleichzeitig kann die Restwärme besser entweichen. Später im Wildkühlschrank unterstützt die geöffnete Körperhöhle eine bessere Luftzirkulation und damit ein gleichmäßigeres Auskühlen des Stückes.

Gerade dieses einfache Hilfsmittel macht im Arbeitsablauf einen spürbaren Unterschied. Statt einer nur schmal geöffneten Körperhöhle entsteht ein gut zugänglicher Bereich, der sich leichter kontrollieren, reinigen und abtrocknen lässt.

Ausspülen: gezielt und gründlich

Schweiß, Haare, Erde und andere Rückstände müssen vollständig entfernt werden. Sichtbare Verunreinigungen werden zunächst sauber abgetragen. Ist ein Ausspülen erforderlich, sollte ausschließlich Wasser in Trinkwasserqualität verwendet werden. Dabei gilt: gezielt und gründlich arbeiten, das Stück aber nicht unnötig lange mit Wasser behandeln.

Durch den eingesetzten Wildspreizer bleiben Brust- und Bauchhöhle gut erreichbar. Das Wasser kann kontrolliert ablaufen, statt sich in Taschen oder Vertiefungen zu sammeln. Anschließend sollte die Körperhöhle abtropfen und möglichst schnell wieder abtrocknen können.

Auch Messer, Spreizer, Aufhängung und sämtliche Arbeitsflächen werden nach jedem Einsatz gründlich gereinigt.

Im Wildkühlschrank zählt die Luftzirkulation

Nach der Versorgung gehört das Stück so schnell wie möglich in den Wildkühlschrank. Es sollte frei hängen und weder die Wände noch andere Stücke berühren. Der Wildspreizer bleibt dabei eingesetzt, damit die Körperhöhle geöffnet ist und die kalte Luft möglichst ungehindert zirkulieren kann.

Wichtig ist nicht nur eine niedrige Kühlraumtemperatur, sondern das gleichmäßige Durchkühlen des gesamten Stückes. Besonders starke Partien speichern lange Wärme. Deshalb benötigt das Wild ausreichend Platz und Zeit, bis es auch im Kern vollständig ausgekühlt ist.

Erst dann ist die Grundlage für die weitere Reifung, Zerlegung und Verarbeitung geschaffen.

Ein durchdachter Ablauf schützt wertvolles Wildbret

Vom Anschuss bis zum Wildkühlschrank greifen viele einzelne Arbeitsschritte ineinander. Saubere Transportmittel, geeignetes Werkzeug und eine durchdachte Aufhängung erleichtern nicht nur die Arbeit – sie helfen auch dabei, die Qualität des Wildbrets zu erhalten.

Der Wildsystem Frischling und der Wildsystem Wildspreizer unterstützen genau diesen Ablauf: beim Anheben und Aufbrechen, beim Reinigen und schließlich beim gleichmäßigen Auskühlen.

Robuste Lösungen für eine Arbeit, die nach dem Schuss erst richtig beginnt.